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Form schafft Raum, Raum schafft Bild: Beat Julius Müller in der Kunst Löiegruebe, Solothurn

Verfasst von Eva Buhrfeind | |   Ausstellung

Zum vierten Mal schon stellt Beat Julius Müller im Raum für Kunst Löiegruebe in Solothurn aus, und wie immer lädt bereits der erste Eindruck die Betrachtenden ein, genauer hinzuschauen.

Vertraut sind ja bei dem 1948 in Biberist geborenen Künstler diese klar konturierten geometrischen Grundstrukturen, die sich wie farbige Mosaike zu räumlichen Begebenheiten aneinander fügen und das Prinzip Raum und Perspektive, Wahrnehmung und Illusion stilisieren oder irritieren. Man erkennt Architektonisches in den wandelreichen Variationen, greifbare wie auch nicht greifbare örtliche Konstruktionen, Innen- wie Aussenräumliches, Tektonisches, lineare Gefüge, suggestive räumliche Vorstellungen. Wobei je nach Betrachtung und Distanz die eindeutigen oder nur vagen Perspektiven, das Flächige wie die Tiefenwirkungen in der Schwebe bleiben.
Was nach Schablonentechnik aussieht, ist letztendlich Malerei in Acrylmischtechnik auf Leinwand oder Öl auf Papier. Dazu beginnt Beat Julius Müller stets mit einer gradlinigen Farbfläche, die dann eine weitere erfordert und die nächsten konstruiert bis zur stimmigen Gesamtkomposition einer Raumwirklichkeit, mit der der Künstler die Wandelbarkeit der Tiefen und Flächen grenzenlos in den Kompositionen auslotet. Unverkennbar für Beat Julius Müller – neben der minuziösen Arbeitsweise – ist dabei der prägnante grafische Moment seiner Bildinhalte, ihre präzise konzipierte Ästhetik der monochromen, elementaren Farbflächen und deren Wechselwirkung von Weite, Linie, Horizonte als letztendlich reine malerische, geometrisch orientierte Bildgestaltung.
Beat Julius Müller, ein kreativer Routinier der Solothurner Kunstszene mit regelmässiger, langjähriger Ausstellungstätigkeit und seit 1972 als freischaffender Künstler tätig, setzt sich seit langem mit dem Thema Form und Raum in der für ihn typischen formalen Bildgestaltung auseinander und sagt: «Räumlichkeit lebt von Formen». Und fügt als Titel an, «Bild erspart Titel», denn seine Arbeiten brauchen keine Titel, jede Komposition und Konstruktion spricht für sich selbst. Dazu intensiviert die Farbgebung in pastellfarbenen Nuancen, die dennoch kräftig in ihrer Koloration und ihren stilsicheren Kontrasten wirken, gleichermassen die perspektivisch klaren wie teils surreal anmutenden Anlagen, selbst in den farblich wie scherenschnittartig reduzierten Silhouetten.

25. April bis 16. Mai 2026. Raum für Kunst – Löiegruebe, Löwengasse Solothurn

 

Werke von Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)
Werke von Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)
Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)
Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)
Werke von Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)
Werke von Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)
Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)
Beat Julius Müller 2026 im Raum für Kunst Löiegruebe, Solothurn. (Foto_ Eva Buhrfeind)